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2. Jg. (2014) Ausgabe 2
Sterben und TodPalliative Care - Geschichte und Konzept einer interdisziplinären Begleitung Schwerkranker und Sterbender
Kaum ein Bereich der Medizin hat sich in den letzten 20 Jahren so dynamisch entwickelt wie Palliative Care/Palliative Medizin. Palliative Care ist nicht nur eine neue Spezialdisziplin für Menschen am Lebensende, sondern wird zunehmend auch in andere Bereiche integriert, die mit Sterben und Tod konfrontiert werden, beispielsweise die Intensivmedizin und Geriatrie. Die Berücksichtigung palliativer Aspekte sind für alle Professionen bedeutsam, die mit der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen und deren Angehörigen befasst sind. Der bedürfnisorientierte Ansatz von Palliative Care ist für alte, multimorbide und demente Menschen besonders wichtig. Zur Palliativversorgung gehört nicht nur das Kümmern um optimale Symptomlinderung und eine einfühlsame Sterbebegleitung, sondern auch effektive Kommunikation und reflektiertes Entscheiden unter Achtung der Bedürfnisse und des Willens der Betroffenen. Die frühe Integration palliativer Aspekte in die gesundheitliche Begleitung kann dazu beitragen, dass die Abschiedsphase am Lebensende nicht nur von besserer Lebensqualität gekenn-zeichnet ist, sondern auch von einer besseren Akzeptanz des Sterbens. Der Umgang mit Selbstbestimmung im Respekt vor Autonomie ist in Palliative Care eine wichtiges Thema, das in der Konfrontation mit einer selbstbestimmten „Sterbehilfe“ nicht nur besondere kommunikative Fähigkeiten sondern auch eine eigene Positionierung benötigt.
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